Wir kommen wieder

Kolumne „FöhrLiebt“ von Michael Bröcker, erschienen am 23.7.2016 im Insel-Boten auf der lokalen Titelseite.

Es soll ja an dieser Stelle um das Verliebtsein gehen. Also nicht das von Mensch zu Mensch. (Das klappt derzeit ganz gut. Am Mittwoch haben meine Frau Tina und ich einen wunderbaren Hochzeitstag bei bei lecker Zander im Alt Wyk verbracht.) Nein, es geht um die Liebe zu einer Insel. Föhr. Und die Frage, ob so ein gestresster Städter vom Festland überhaupt dazu in der Lage ist, sich in ein Eiland zu vergucken. Klare Antwort: Ja. Es war sogar Liebe auf den ersten Blick. Deswegen hier aus voller Überzeugung meine persönliche Föhrliebt-Top-Ten.

  1. Die kleinen Krebse, die Kinder auf der Seebrücke am Strand sammeln und auf ihren Händen zappeln lassen.
  1. Die Gelassenheit als Fundament dieser Insel-Mentalität. Entschleunigung wird hier mit dem Fährticket verordnet. Und nichts bringt den Ruhepol wieder nach oben. Bis zur Abreise.
  1. Die fettfreien Pommes in der gelben Tüte vom Dänen.
  1. Der „Heimathafen“ als Refugium für ausgedurstete Männer in den besten Jahren, die auch nach 22 Uhr noch ein Glas Bier im Freien trinken wollen.
  1. Der Blick aus dem Bett auf das Wasser.
  1. Der Strandkorb, dieses einzigartige Korbgeflecht mit einem Hochklapptisch, der gerade für zwei Gläser Wein reicht.
  1. Das Museum Kunst der Westküste mit faszinierenden Landschaftsbildern von Liebermann bis Nolde.
  1. Täglich einen frischen Fisch auf dem Teller.
  1. Keine Engländer am Strand.
  1. Die Insulaner, schlicht ein freundliches und entspanntes Völklein.

Fazit: Wir kommen wieder. Bald. Mit der ganzen Familie.

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2 Gedanken zu “Wir kommen wieder

  1. Hallo Herr Bröckner,
    Es freut mich sehr, dass Sie Ihren Urlaub auf unserer kleinen Insel so genossen haben und wiederkommen werden. Ihre Top-Ten sind interessant zu lesen, da Sie nicht unbedingt das Standard-Feedback von Föhr-Urlaubern widerspiegeln. Wenn Sie mir jedoch eine Frage gestatten: Was genau haben Sie gegen Engländer am Strand? 😉

    Viele Grüße,
    Cathrin Kreuseler

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  2. Fünf Jahre habe ich auf der schönen Insel verbracht. Die Insulaner haben mir damals das Leben gerettet, ich war in der Grosstadt abgestürzt. Tolle Menschen mit großem Herz, ich bin sehr dankbar das ich da sein dürfte.

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