„UnFöhr“ von Jost

Kolumne von Jost Lübben (Beitragsbild wok), morgen im Insel-Boten.

Es ist schon ziemlich Un-Föhr, dass wir heute wieder aufs Festland zurück müssen. Geht aber nicht anders. Die Profis kehren an ihren Schreibtisch zurück. Wir lassen – leider – einige Geschichten am Strand liegen, die wir nicht mehr zu Ende recherchieren konnten.

Eine kleine Aufzählung:  Auf unserem Themenplan stand zum Beispiel die Idee, uns journalistisch mit den 100 Flüchtlingen zu beschäftigen, die auf Föhr leben.

Wir hatten uns fest vorgenommen, noch etwas über die Verankerung der friesischen Sprache auf Föhr und Amrum zu schreiben. Für viele Menschen hier gehört das natürlich zum Alltag. Für die fünf vom Festland bedeutet das zudem ein ganz außergewöhnliches Hör-Erlebnis. Unveröffentlicht bleibt zunächst auch der frühere Bürgermeister aus dem Hochsauerlandkreis, den es im Ruhestand nach Föhr verschlagen hat. Die Liebe zur nordfriesischen Insel und zum Watt passt eben sehr gut zu jemandem, der aus dem nordrhein-westfälischen Mittelgebirge kommt.

Im Grunde lieferte übrigens jeder Morgen in meinem gemütlichen Insel-Hotel Stoff für eine neue Betrachtung. Heute hörte ich von folgender Begebenheit: Ein Ehepaar, das zu seiner Hochzeit hier wunderbare Tage verbrachte, hat sich nun – genau 25 Jahre später –  wieder angemeldet. Da ist man als Journalist und als Ehemann förmlich elektrisiert, und das Herz geht auf. Eine Heirat auf Föhr schafft die Basis für Jahrzehnte währende Liebe.  Was für eine Nachricht. Den beiden hätte ich gerne mal zugehört.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s